Ausrüstung I

Fallstopper

Hanse stattet seine Schiffe werftseitig schon sehr umfangreich aus mit allem was zum Segeln benötigt wird. Man merkt die lange Erfahrung der Werft mit vielen, vielen Kunden die mit ihrem Feedback sicher auch immer wieder zu Verbesserungen beitragen. Insgesamt achtet die Werft auf Qualität in der Bauausführung und dem Zubehör.

Ich weiß was Sie jetzt sagen wollen und Sie haben recht: es ist ein vergleichsweise günstiges Großserienschiff. Das kann doch qualitativ nie an die Konkurrenz aus Skandinavien heranreichen. Auf jeden Fall richtig, sofern es die verwendeten Materialen und die Liebe zum Detail im Möbelbau betrifft. Da gibt es schon raue Schnittkanten in den Stauräumen, fehlende Schlingerleisten am Tisch im Saloon oder Furniere die natürlich nicht aus Echtholz bestehen. Die Funktionalität beeinträchtigt das alles aber nicht. An den Stellen auf die es beim Segeln ankommt, leistet sich die Werft praktisch keine Schnitzer. 

Der Vergleich zwischen Hanse und Hallberg Rassy oder X-Yachts ist eben nicht der wie zwischen Trabi und Mercedes. Vielmehr wie zwischen BMW und Aston Martin. Soll heißen: Hanse macht hier einen wirklich guten Job. Da wird schon eine Menge Qualität abgeliefert. Für vergleichsweise kleines Geld bekommt man schon ein richtig gutes Boot, das sich in vielen Punkte durchaus mit deutlich teureren Schiffen messen kann. Ich muss das natürlich sagen, ich habe das Schiff gekauft. Aber ich sage es auch aus einer tiefen Überzeugung heraus.

Genannt seien hier z.B. die Rumpf-Deck Verbindung, anlaminierte Schotten, sauber in einem Epoxibett verlegte Kielbolzen unterfüttert mit einer ordentlichen Stahlplatte. Die LED Lampen mit integriertem Rotlicht. Oder auch die Instrumente durchgängig von B&G. Alles aus einem Guss und perfekt aufeinander abgestimmt. Im Einzelkauf alles andere als billig, im Paket fast schon als Schnäppchen zu bezeichnen. Durchdacht verlegte und hervorragend dokumentierte Installation der Technik. Die Liste ließe sich noch erstaunlich lange fortsetzen. Vieles ist daher bereits werfseitig sehr intelligent gelöst.

Um so mehr verwundert es, dass an Stellen gespart wurde, die eher unverständlich und unnötig sind. Deutlich weniger als 500,- EUR die im Gesamtpreis nicht ins Gewicht fallen, und doch gut angelegt dem Schiff den letzten Schliff verleihen würden. Diese wenigen fehlenden Ausrüstungsgegenstände habe ich hier in drei Beiträgen aufgelistet. Sollten mir weitere Dinge auffallen, werde ich hier berichten. 

Das erste Beispiel ist eine Klemme für die Rollfockleine. Serienmäßig kann man die Holeleine der Rollfock entweder gar nicht oder auf der Klampe am Heck belegen. Im Hafen nervig, weil dort die Achterleine belegt wird und sich so die beiden Leinen im Weg stehen. Der im Bild gezeigte Fallstopper löst das Thema sehr elegant und sicher und wird praktisch auf jeder 348 nachgerüstet. Warum daher nicht gleich von der Werft?

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